Das Geschäft startete 1979 unter dem Namen „Die Druckerei" als gemeinsames Kinderprojekt. Die Organisation umfasste zwei separate GmbHs – eine Buchhandlung und einen Spielzeugladen. Das Ziel war ein Laden, der neben dem Verkauf von „pädagogisch wertvollen" Büchern und Spielzeug auch Aktivitäten für Kinder bot. Mit großem Engagement aber geringen finanziellen Mitteln begann das Projekt während einer Gründungswelle von Alternativbetrieben. Die Popularität des Ladens führte schnell zu Platzmangel, weshalb ein separates Kinderzentrum in der Bartelsstraße eröffnet wurde.
Ende der 1980er Jahre veränderte sich das Schanzenviertel grundlegend. Industrie verschwand, Studentinnen und Studenten zogen zu, und linke Projekte entstanden. Ein geplantes Musical-Projekt in der „Alten Flora" wurde durch Widerstand gestoppt, und das autonome Stadtteilzentrum „Rote Flora" entstand. Diese Entwicklungen erhöhten die Nachfrage nach politischer Literatur, wodurch das Sortiment erweitert wurde. 1991 eröffneten wir einen zweiten Laden mit Fokus auf Literatur und Politik.
Seit den 1990ern besteht die GmbH aus zwei Läden. Das achtköpfige Team arbeitet basisdemokratisch – alle haben gleichberechtigte Entscheidungsbefugnisse und denselben rechtlichen Status. Das Kollektiv organisiert Lesungen und betreibt Büchertische bei verschiedenen Veranstaltungen.